Kameradschaft kennt keinen Ruhestand: Vier Feuerwehr-Ehrenabteilungen feiern Premiere

Großenkneten (Niedersachsen). Jahrzehntelanger Einsatz verbindet: Erstmals sind die Mitglieder der Alters- und Ehrenabteilungen der vier Ortsfeuerwehren Ahlhorn, Großenkneten, Huntlosen und Sage zu einem gemeinsamen Treffen zusammengekommen.

Bei Kaffee und Kuchen tauschten die ehemaligen Einsatzkräfte am Freitag, 6. November 2026, im Feuerwehrhaus Huntlosen Erinnerungen aus. Dazu gab es Einblicke in aktuelle Entwicklungen der Gemeinde- und Kreisfeuerwehr. Das Treffen soll künftig wiederholt werden.

Polizei.news | Deutschland | Ehrenamt und Gemeinschaft
Das Wichtigste auf einen Blick

  • Premiere: Erstes gemeinsames Treffen der vier Alters- und Ehrenabteilungen der Gemeindefeuerwehr Großenkneten.
  • Ort und Datum: Feuerwehrhaus Huntlosen, Freitag, 6. November 2026.
  • Initiator: Huntlosens Ortsbrandmeister Rolf Meiners.
  • Programm: Gespräche, Vorträge, Übergabe der Feuerwehrchronik und Rundgang.
  • Ausblick: Das gemeinsame Treffen soll wiederholt werden.

Eine lang gehegte Idee wird Wirklichkeit

Schon seit vielen Jahren gab es Überlegungen, die Mitglieder der Alters- und Ehrenabteilungen aller vier Ortsfeuerwehren zu einer gemeinsamen Veranstaltung einzuladen. Aus unterschiedlichen Gründen war es bislang nicht dazu gekommen.

Nun griff Rolf Meiners, Ortsbrandmeister der Feuerwehr Huntlosen, den Gedanken erneut auf und setzte ihn in die Tat um. Er lud die ehemaligen aktiven Feuerwehrkameraden aus Ahlhorn, Großenkneten, Huntlosen und Sage zu einem gemütlichen Nachmittag ins Huntloser Feuerwehrhaus ein.

Zu Beginn begrüßte Meiners die Gäste und freute sich darüber, dass das lange angedachte Treffen erstmals verwirklicht werden konnte.



Auch nach dem Einsatzdienst bleibt die Verbundenheit

Die Alters- und Ehrenabteilung ist ein fester Bestandteil der Freiwilligen Feuerwehren. In Niedersachsen endet die Zugehörigkeit zur Einsatzabteilung spätestens mit Vollendung des 67. Lebensjahres. Für viele endet damit die aktive Laufbahn, nicht aber die Zugehörigkeit zur Feuerwehr.

Die ehemaligen Einsatzkräfte nehmen weiterhin an Veranstaltungen und Versammlungen teil und pflegen die über Jahrzehnte gewachsenen Kameradschaften.

Viele haben unzählige Stunden ihrer Freizeit für die Allgemeinheit aufgebracht, Einsätze bewältigt, an Übungen teilgenommen und die Entwicklung ihrer Ortsfeuerwehren begleitet. Dabei entstanden Freundschaften, die weit über den Einsatzdienst hinaus Bestand haben.

Entsprechend viel gab es beim Treffen zu erzählen. In entspannter Atmosphäre wurde ausgiebig geklönt, über aktuelle Entwicklungen gesprochen und an vergangene Einsätze erinnert.

Einblicke in neue Technik und geplantes Gefahrenabwehrzentrum

Neben den Mitgliedern der Alters- und Ehrenabteilungen nahmen Gemeindebrandmeister Sebastian Wolf und sein Stellvertreter Kevin Engler sowie Ortsbrandmeister Rolf Meiners und dessen Stellvertreter Pascal Abel teil.

Auch der stellvertretende Kreisbrandmeister Hendrik Behrens war zu Gast. Er gehört selbst der Ortsfeuerwehr Großenkneten an.

In einem kurzen Vortrag berichtete Behrens über die Entwicklungen auf Kreisebene und insbesondere über die Beschaffungen der vergangenen Monate. Außerdem gab er einen Ausblick auf das geplante Gefahrenabwehrzentrum, das am Standort der heutigen Feuerwehrtechnischen Zentrale in Ganderkesee entstehen soll.

Feuerwehrchronik für alle Mitglieder der Ehrenabteilung

Gemeindebrandmeister Sebastian Wolf unterstrich die Bedeutung des gemeinsamen Austauschs und der Verbundenheit innerhalb der Gemeindefeuerwehr. In seinem Vortrag informierte er über die Gemeindefeuerwehr Großenkneten und deren aktuelle Entwicklungen.

Zudem überreichte er die neue Feuerwehrchronik an die altgedienten Kameraden. Damit verfügt nun jedes Mitglied der Alters- und Ehrenabteilung über ein Exemplar, das die Geschichte und Entwicklung der Gemeindefeuerwehr dokumentiert.

Beim anschließenden Rundgang durch das Feuerwehrhaus Huntlosen interessierten sich die Gäste besonders für die laufenden Verschönerungsarbeiten in der Fahrzeughalle. Dort entsteht derzeit ein großformatiges Wandgemälde, das künftig eine der großen Hallenwände schmücken soll.

Aus der Premiere soll eine Tradition werden

Das Treffen bot Gelegenheit, alte Bekanntschaften aufzufrischen und den Kontakt zwischen den ehemaligen Einsatzkräften der vier Ortsfeuerwehren zu stärken.

Sie verbindet eine gemeinsame Geschichte: der oft jahrzehntelange ehrenamtliche Einsatz für die Sicherheit der Menschen in der Gemeinde Großenkneten.

Am Ende waren sich die Beteiligten einig, dass es nicht bei dieser Premiere bleiben soll. Die Veranstaltung soll wiederholt werden und könnte damit den Grundstein für eine neue gemeinsame Tradition legen.

 

Quelle: Kreisfeuerwehr Oldenburg / Gemeindefeuerwehr Großenkneten
Bildquelle: Kreisfeuerwehr Oldenburg / Gemeindefeuerwehr Großenkneten


Polizei.news erklärt | Feuerwehrgeschichte bewahren

Eine Chronik lebt auch von persönlichen Erinnerungen

Einsatzberichte und alte Fotos halten Ereignisse fest. Ehemalige Einsatzkräfte können oft ergänzen, wer auf einem Bild zu sehen ist, welche Technik damals genutzt wurde und welche Geschichte hinter einer Aufnahme steckt.

Fotos brauchen Namen und Zusammenhänge

Wer historische Aufnahmen für eine Feuerwehrchronik beisteuert, sollte möglichst Datum, Ort, Anlass und Namen der abgebildeten Personen notieren. Auch Angaben zum Fotografen und zu den Nutzungsrechten helfen bei einer späteren Veröffentlichung.

Erinnerung und gesicherte Angaben unterscheiden

Bei lange zurückliegenden Ereignissen können Jahreszahlen oder Abläufe unsicher sein. Solche Angaben sollten als Erinnerung gekennzeichnet und nach Möglichkeit mit Einsatzbüchern, Protokollen oder weiteren Zeitzeugen abgeglichen werden.

Gemeinsame Treffen zum Ergänzen nutzen

Eine kleine Auswahl alter Bilder kann beim nächsten Treffen als Gesprächsanlass dienen. Gemeinsam lassen sich häufig Personen zuordnen und Lücken schließen – damit das Wissen auch für kommende Feuerwehrgenerationen erhalten bleibt.


 

Quelle Infobox: Polizei.news-Redaktion