Gruppe soll 22-Jährigen mit Flasche auf den Kopf geschlagen und beraubt haben

(Neubrandenburg, Mecklenburg-Vorpommern). Am Mittwoch, dem 4. November 2026, wurde die Polizei um 22:30 Uhr in den Neubrandenburger Stadtteil Datzeberg gerufen.

Hier sei es zu einem Angriff auf einen 22-jährigen Deutschen gekommen.

Polizei.news | Deutschland | Täglich aktuell

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Ort: Erich-Zastrow-Straße und Atelierstraße im Neubrandenburger Stadtteil Datzeberg
  • Zeitpunkt: Polizeialarmierung am 4. November 2026 um 22:30 Uhr
  • Geschädigter: 22-jähriger Mann mit erheblichen Verletzungen ins Krankenhaus gebracht
  • Tatablauf: Nach einem Streit um Zigaretten soll der Mann von mehreren Personen angegriffen und unter anderem mit einer Flasche auf den Kopf geschlagen worden sein
  • Beute: Jacke und Tasche mit diversen Gegenständen
  • Personengruppe: Laut bisherigen Erkenntnissen hielten sich fünf männliche und vier weibliche Personen am Geschehen oder in unmittelbarer Nähe auf; nicht allen wird in der Meldung eine konkrete Beteiligung zugeschrieben
  • Maßnahmen: Umfangreiche Nahbereichssuche und Spurensicherung durch den Kriminaldauerdienst
  • Zeugenhinweise: Polizeihauptrevier Neubrandenburg, Telefon 0395 5582 5224

Nach derzeitigen Erkenntnissen sei der 22-Jährige zunächst in der Erich-Zastrow-Straße spazieren gewesen. Dort sei er von einer Gruppe augenscheinlich jugendlicher Personen nach Zigaretten gefragt worden. Da er diese nicht herausgegeben habe, sei es zunächst zu einer verbalen Auseinandersetzung gekommen. Der Mann habe sich daraufhin in Richtung Atelierstraße entfernt.

Dort sei er von mehreren Personen angegriffen, zu Boden gebracht und geschlagen worden. Bereits zuvor soll ein Gegenstand nach dem Mann geworfen worden sein. Dieser sei dadurch ebenfalls getroffen worden. Im weiteren Verlauf sei dem Geschädigten eine von ihm mitgeführte Flasche abgenommen worden. Mit dieser sollen die Angreifer auf den Kopf des 22-Jährigen eingeschlagen haben.

Der Mann wurde mit erheblichen Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Zudem seien ihm seine Jacke sowie eine Tasche mit diversen Gegenständen entwendet worden.

Nachdem die Polizei in die Atelierstraße gerufen wurde, wurde eine umfangreiche Nahbereichssuche unter Beteiligung mehrerer Funkstreifenwagen eingeleitet. Auch der Kriminaldauerdienst ist zur Spurensuche und -sicherung zum Einsatz gekommen.

Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung und des Verdachts des Raubes.

Nach bisherigen Erkenntnissen sollen sich insgesamt fünf männliche und vier weibliche Personen an beziehungsweise in unmittelbarer Nähe des Geschehens aufgehalten haben. Folgende Personenbeschreibungen lägen vor:

  • Männliche Person 1: etwa 15 bis 16 Jahre alt, schlanker Körperbau, habe Deutsch mit Akzent gesprochen und sei mit einer schwarzen Daunenjacke bekleidet gewesen.
  • Männliche Person 2: etwa 15 bis 16 Jahre alt, kräftiger Körperbau, mit einem sogenannten Ziegenbart, habe Deutsch mit Akzent gesprochen und sei dunkel bekleidet gewesen.
  • Drei weitere männliche Personen: etwa zehn bis elf Jahre alt. Auch diese sollen auf den Geschädigten eingewirkt haben.
  • Weibliche Person: etwa elf Jahre alt, circa 1,50 Meter groß, blonde Haare, bekleidet mit einer weißen Daunenjacke. Auch diese Person soll auf den Geschädigten eingewirkt haben.

Zeugenaufruf

Die Polizei bitte Zeugen, die am Mittwochabend im Bereich der Erich-Zastrow-Straße oder der Atelierstraße Beobachtungen gemacht hätten oder Angaben zu den beschriebenen Personen machen könnten, sich im Polizeihauptrevier Neubrandenburg unter der Telefonnummer 0395 5582 5224 zu melden. Hinweise könnten auch über das Digitale Polizeirevier unter www.polizei.mvnet.de oder bei jeder anderen Polizeidienststelle gegeben werden.


 

Quelle: Polizeipräsidium Neubrandenburg
Bildquelle: Symbolbild © graphego/Shutterstock.com


Polizei.news informiert | Sicher helfen bei Gewalt

Angriff beobachtet: Hilfe organisieren, ohne sich selbst zu gefährden

Wer eine Gewalttat beobachtet, kann wichtige Hilfe leisten. Dazu gehört nicht, sich selbst einer gewalttätigen Gruppe entgegenzustellen.

1. Aus sicherer Entfernung die Polizei rufen

Wählen Sie bei einem laufenden Angriff die 110. Nennen Sie den genauen Ort und schildern Sie, was Sie beobachten. Halten Sie Abstand und vermeiden Sie eine direkte Konfrontation.

2. Andere gezielt um Unterstützung bitten

Sprechen Sie einzelne Umstehende direkt an, damit Hilfe organisiert wird. Kümmern Sie sich um die angegriffene Person, sobald dies ohne eigene Gefährdung möglich ist.

3. Beobachtungen für die Ermittlungen festhalten

Prägen Sie sich Kleidung, auffällige Merkmale und Fluchtrichtungen ein. Teilen Sie der Polizei möglichst genau mit, welche Handlungen Sie bei welchen Personen selbst gesehen haben.

Gut zu wissen: Auch das Alarmieren der Polizei und eine spätere Zeugenaussage sind wichtige Formen von Zivilcourage.

Praktischer Tipp: Notieren Sie Ihre Erinnerungen möglichst zeitnah. Trennen Sie dabei eigene Beobachtungen von Angaben anderer Personen und von Vermutungen.


 

Quelle Infobox: Polizei.news-Redaktion