Großeinsatz in der Innenstadt: Zwei Betriebe geschlossen, Drogen und Tabak sichergestellt
Oberhausen (Nordrhein-Westfalen). Bei einem umfangreichen Sondereinsatz in der Innenstadt haben Polizei und Partnerbehörden am Mittwochabend, 4. November 2026, zahlreiche Verstöße festgestellt. Zwei Betriebe wurden vorläufig geschlossen.
Die Bilanz umfasst 110 Personen- und Verkehrskontrollen sowie die Sicherstellung von Betäubungsmitteln, unversteuertem Tabak und gefälschten Lebensmittelprodukten. Der Einsatz gehört zum Behördenschwerpunkt „Sichere Innenstadt“.
Strategische Fahndung für 28 Tage angeordnet
Das Polizeipräsidium Oberhausen verfolgt seit März 2026 das Behördenziel „Sichere Innenstadt“. Der erneute Sondereinsatz fand im Rahmen der strategischen Fahndung statt.
Polizeipräsidentin Dr. Sackermann hatte dieses Instrument ab dem 1. November für 28 Tage angeordnet. Nach Angaben der Polizei ermöglicht es, Personen im öffentlichen Raum anzuhalten sowie Fahrzeuge und mitgeführte Gegenstände nach § 12a Polizeigesetz NRW zu kontrollieren. Ziel ist es, potenzielle Täter rechtzeitig zu erkennen und schwerwiegende Straftaten bereits im Vorfeld zu verhindern.
Die erhöhte Polizeipräsenz soll zudem das Sicherheitsgefühl stärken.
Gastronomiebetriebe und Verkehr kontrolliert
Der Einsatz erfolgte gemeinsam mit Kräften der Stadt Oberhausen, darunter Ordnungsbehörde, Ausländerbehörde und Bauaufsicht, sowie dem Hauptzollamt Duisburg und der Steuerfahndung.
Die Polizei unterstützte die Partnerbehörden im Rahmen der Amts- und Vollzugshilfe bei der Überprüfung diverser Gastronomiebetriebe. Außerdem wurden in verschiedenen Bereichen der Innenstadt zahlreiche Verkehrs- und Personenkontrollen durchgeführt.
Die vollständige Einsatzbilanz
- 110 Personen- und Verkehrskontrollen
- Diverse Straf- und Ordnungswidrigkeitenanzeigen durch die Partnerbehörden
- Eine Strafanzeige wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung
- Sicherstellung von unversteuertem Tabak, weiteren Tabakarten und gefälschten Lebensmittelprodukten
- Eine Blutprobe nach einem Verkehrsdelikt sowie eine Ordnungswidrigkeitenanzeige
- Fünf Verdachtsfälle eines illegalen Aufenthalts
- Eine vorläufige Festnahme im Zusammenhang mit einem illegalen Aufenthalt sowie Durchführung einer erkennungsdienstlichen Behandlung
- Zwei Strafanzeigen nach dem Betäubungsmittelgesetz und Sicherstellung der Betäubungsmittel
- Vorläufige Schließung zweier Betriebe aufgrund diverser Verstöße
- Fünf Strafanzeigen nach dem Pflichtversicherungsgesetz
- Sicherstellung eines E-Scooters mangels Eigentumsnachweises
- 18 Ordnungswidrigkeiten nach der Straßenverkehrsordnung
Einsatzleitung und Behörden ziehen positive Bilanz
Konzeptverantwortlicher und Einsatzleiter Polizeidirektor Oliver Olbers erklärte:
„Wir wollen, dass sich die Menschen in Oberhausen sicher fühlen – und zwar nicht nur auf dem Papier, sondern in ihrem Alltag. Dafür zeigen wir Präsenz, schauen genau hin und nutzen alle polizeilichen Möglichkeiten, um dort konsequent einzuschreiten, wo es notwendig ist. Das Ergebnis beweist, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“
Polizeipräsidentin Dr. Sackermann sagte:
„Mit unserem Behördenschwerpunkt verfolgen wir ein klares Ziel: Wir wollen die Sicherheit in der Innenstadt spürbar verbessern. Durch zahlreiche Einsätze, auch gemeinsam mit unseren Netzwerkpartnern, sind wir diesem Ziel bereits ein gutes Stück nähergekommen. Das ist ein wichtiges Zeichen für die Bürgerinnen und Bürger, dass sich etwas verändert. Mein Dank gilt deshalb allen Beteiligten sowie den Netzwerkpartnern, die zu diesem Erfolg beitragen.“
Oberbürgermeister Thorsten Berg begleitete den Einsatz gemeinsam mit Ordnungsdezernent Michael Jehn. Berg betonte:
„An erster Stelle möchte ich mich bei allen beteiligten Einsatzkräften und Behörden für ihren heutigen Einsatz bedanken. Die Oberhausener Bürgerinnen und Bürger erwarten zurecht, dass unsere rechtsstaatlichen Spielregeln auch von allen eingehalten werden. Mit dem heutigen Einsatz haben Stadt, Polizei, Zoll und Steuerfahndung nicht nur konkrete Verstöße geahndet. Wir haben auch ein wichtiges Signal gesendet: Wir schauen hin und handeln entschlossen!“
Ordnungsdezernent Michael Jehn ergänzte:
„Die wiederholten gemeinsamen Kontrolleinsätze ermöglichen es unseren Behörden, sehr gezielt dort einzugreifen, wo der Rechtsstaat missachtet wird. Das gilt bei schwerwiegenden Delikten wie auch für die konsequente Ahndung kleinerer Verstöße. Wenn die Bürgerinnen und Bürger erleben, dass die Behörden tatkräftig gemeinsam handeln, stärkt das auch das Vertrauen in unseren Rechtsstaat.“
Quelle: Polizeipräsidium Oberhausen
Bildquelle: Polizeipräsidium Oberhausen
Quelle Infobox: Polizei.news-Redaktion