Schlagring, Messer und Spray in Bauchtasche: Polizei stoppt 16-Jährigen am Bahnhof

Essen (Nordrhein-Westfalen). Am 3. November kontrollierten Bundespolizisten einen 16-Jährigen im Essener Hauptbahnhof. Bei der Durchsuchung stellten die Beamten einen Schlagring, ein Einhandmesser und ein Tierabwehrspray sicher.

Im Anschluss holte der Erziehungsberechtigte seinen Sohn von der Wache ab.

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Das Wichtigste auf einen Blick

  • Kontrolle: Bundespolizisten überprüften am 3. November gegen 10:40 Uhr einen 16-Jährigen im Essener Hauptbahnhof.
  • Fund: In seiner Bauchtasche lagen ein Schlagring, ein Einhandmesser und ein Tierabwehrspray zugriffsbereit.
  • Maßnahmen: Die Gegenstände wurden beschlagnahmt. Die Identität des Jugendlichen wurde auf der Dienststelle geklärt.
  • Ermittlungen: Die Bundespolizei leitete ein Verfahren wegen Verstößen gegen das Waffengesetz ein. Der Vater holte seinen Sohn ab.

Jugendlicher verweigert Ausweis und Kommunikation

Die Uniformierten trafen den Jugendlichen gegen 10:40 Uhr an. Er weigerte sich, sich auszuweisen, und verweigerte jegliche Kommunikation. Um seine Identitätspapiere zu finden, durchsuchten die Polizisten den 16-Jährigen.

In der Bauchtasche, die die Person bei sich trug, wurden von den Beamten ein Schlagring, ein Einhandmesser und ein Tierabwehrspray zugriffsbereit festgestellt. Die Gegenstände beschlagnahmten die Beamten umgehend.

Es handelt sich dabei um ein Messer, welches mittels einer an der Klinge angebrachten Öffnungshilfe einhändig geöffnet und je nach Verschlussmechanismus auch wieder einhändig geschlossen werden kann. Der Schlagring ist eine in der Regel aus Metall hergestellte, der Hand angepasste Nahkampfwaffe, die mit einem Durchgriff oder mehreren Öffnungen für die Finger versehen ist. Zur Erhöhung der Schlagkraft stützen sich Schlagringe an der Innenhand ab.

Identität auf der Wache geklärt – Vater holt Sohn ab

Nach erfolgter Belehrung äußerte sich der syrische Staatsbürger nicht zu den Gegenständen. Auch zu seiner Person machte er keine weiteren Angaben, woraufhin er zur nahegelegenen Dienststelle geführt wurde.

In den Wachräumen fanden die Beamten die Gesundheitskarte des Esseners auf. Ein Abgleich mit den polizeilichen Systemen und einem Foto des Syrers bestätigte die Identität zweifelsfrei.

Die erziehungsberechtigten Eltern wurden über den Vorfall in Kenntnis gesetzt. Der Vater holte seinen Sohn nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen ab.

Die Bundespolizei leitete ein Ermittlungsverfahren wegen der Verstöße gegen das Waffengesetz ein.

 

Quelle: Bundespolizeidirektion Sankt Augustin, Bundespolizeiinspektion Dortmund
Bildquelle: Bundespolizeidirektion Sankt Augustin, Bundespolizeiinspektion Dortmund


Polizei.news informiert | Aufmerksamkeit am Bahnhof
Bei einer beobachteten Bedrohung Abstand halten

Wer an einem Bahnhof eine Bedrohung mit einem gefährlichen Gegenstand beobachtet, sollte sich selbst in Sicherheit bringen und Hilfe verständigen.

Konfrontationen vermeiden

Halten Sie Abstand. Versuchen Sie nicht, einer Person ein Messer oder einen anderen gefährlichen Gegenstand abzunehmen.

Den Standort genau nennen

Beschreiben Sie bei einer Meldung den Bahnhof und den konkreten Bereich, etwa das Gleis, den Zugang oder ein Geschäft in unmittelbarer Nähe. Schildern Sie, was Sie tatsächlich beobachtet haben.

Praktischer Tipp: Merken Sie sich auffällige Kleidungsstücke und gegebenenfalls die Richtung, in die sich eine Person entfernt. Verzichten Sie auf eine Verfolgung oder Aufnahmen, wenn Sie sich dadurch gefährden.


 

Quelle Infobox: Polizei.news-Redaktion