Nigerianer (31) versucht Polizisten zu beißen – anschließend kommt er in Abschiebehaft

(Weilheim, Bayern). Am Sonntag (1. November) hat die Bundespolizei einen ausreisepflichtigen Nigerianer festgenommen, der in einer Regionalbahn ohne Ticket unterwegs war.

Der Mann leistete Widerstand und beleidigte die Beamten sowie eine Dolmetscherin. Der bereits in 22 Fällen polizeibekannte 31-Jährige wurde nach der Richtervorführung in Abschiebehaft eingeliefert.

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Das Wichtigste auf einen Blick

  • Kontrolle: Ein 31-Jähriger war am 1. November 2026 ohne gültigen Fahrschein in einer Regionalbahn unterwegs.
  • Widerstand: Der Mann versuchte unter anderem, die Beamten zu bespucken und zu beißen.
  • Maßnahmen: Die Einsatzkräfte legten ihm zeitweise Hand- und Fußfesseln sowie eine Spuckschutzhaube an.
  • Abschiebehaft: Nach der Richtervorführung am 2. November wurde er in die Abschiebehafteinrichtung Hof gebracht.

Zugbegleiter ruft Bundespolizei zur Unterstützung

Am Sonntagmorgen wurde die Weilheimer Bundespolizei von einem Zugbegleiter zur Unterstützung gerufen. Ein Fahrgast war ohne gültigen Fahrschein in einer Regionalbahn unterwegs und hatte die Herausgabe seiner Personaldaten und eines Ausweises verweigert. Den Beamten legte der Zugreisende eine deutsche Duldung vor.

Wie die Bundespolizisten ermittelten, war der Nigerianer erstmals 2018 nach Deutschland eingereist und hatte einen Asylantrag gestellt. Anfang 2019 sollte der Mann bereits nach Italien abgeschoben werden. Seit April 2023 ist er vollziehbar ausreisepflichtig, hatte aber nie an der Passbeschaffung mitgewirkt und war zwischendurch untergetaucht.

Widerstand und Beleidigungen bei der Bearbeitung

Auf dem Weg zur Dienststelle sowie während der weiteren Bearbeitung leistete der Mann Widerstand, indem er unter anderem mehrmals versuchte, sich dem Zugriff der Beamten zu entziehen und diese zu bespucken und zu beißen. Außerdem beleidigte der 31-Jährige die Beamten sowie die Dolmetscherin. Das unflätige Verhalten führte dazu, dass dem Nigerianer zwischenzeitlich Hand- und Fußfesseln sowie eine Spuckschutzhaube angelegt werden mussten.

Die Bundespolizisten recherchierten, dass der Migrant bereits in 22 Fällen, unter anderem wegen Körperverletzungsdelikten und Angriffen auf Vollstreckungsbeamte sowie als Betäubungsmittelkonsument und Gewalttäter polizeibekannt ist und in Haft gesessen hatte. Nun zeigten die Beamten den 31-Jährigen wegen Erschleichens von Leistungen, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Beleidigung an.

Abschiebung für Ende November vorgesehen

Die Weilheimer Beamten übergaben den Migranten an die Rosenheimer Bundespolizei, die am Montagnachmittag (2. November) die Vorführung beim Amtsgericht Rosenheim und die anschließende Einlieferung in die Abschiebehafteinrichtung Hof übernahm.

Die Zusage zur Ausstellung eines Passersatzdokuments durch die nigerianischen Behörden liegt der Bundespolizei bereits vor. Der Nigerianer wird noch mit einem mehrjährigen Einreise- und Aufenthaltsverbot belegt und schließlich Ende November in sein Heimatland abgeschoben werden.

 

Quelle: Bundespolizeidirektion München
Bildquelle: Symbolbild Bundespolizei

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Bei auffälligen Situationen frühzeitig Hilfe holen

In Zügen und Bahnhöfen sind das Bahnpersonal, die Sicherheitskräfte der Eisenbahnunternehmen und die Bundespolizei wichtige Ansprechpartner für Reisende.

1. Reise vorbereiten

Informieren Sie sich vor der Abfahrt über Ihre Verbindung und prüfen Sie die für Ihre Fahrt geltenden Ticketbedingungen.

2. Aufmerksam bleiben

Melden Sie verdächtige Aktivitäten, unbeaufsichtigte Gepäckstücke oder Notfälle umgehend dem Bahn- und Sicherheitspersonal oder der Polizei.

3. Beobachtungen konkret schildern

Nennen Sie bei einer Meldung möglichst die Zugverbindung, den Wagen oder den genauen Bereich des Bahnhofs. So können Helfer die Situation schneller zuordnen.

Gut zu wissen

Für die Sicherheit im Bahnverkehr arbeiten Bundespolizei und Sicherheitskräfte der Eisenbahnunternehmen zusammen.

Praktischer Tipp

Achten Sie beim Einsteigen auf die Wagenbezeichnung. Bei einer späteren Meldung können Sie Ihren Standort dadurch genauer angeben.


 

Quelle Infobox: Polizei.news-Redaktion