(Oranienburg, Brandenburg). Bei einem Verkehrsunfall auf der Bundesstraße 273 zwischen Oranienburg und Schmachtenhagen ist am Sonntagmorgen ein 35-jähriger Mann tödlich verletzt worden.
Polizei.news | Deutschland | Täglich aktuell
Das Wichtigste auf einen Blick
- Ort: B273 zwischen Oranienburg und Schmachtenhagen, Landkreis Oberhavel
- Zeitpunkt: Sonntagmorgen
- Beteiligte: 79-jähriger Renault-Fahrer und zwei entgegenkommende Radfahrer im Alter von 35 und 52 Jahren
- Unfallhergang: Nach bisherigen Erkenntnissen übersah der Autofahrer beim Überholen eines Linienbusses offenbar die beiden Radfahrer
- Ausweichmanöver: Der vorausfahrende Radfahrer konnte nach rechts ausweichen
- Todesopfer: Der 35-jährige Radfahrer verstarb nach dem Frontalzusammenstoß trotz eingeleiteter Rettungsmaßnahmen
- Sperrung: B273 für Rettung, Bergung und Unfallaufnahme rund fünf Stunden vollständig gesperrt
Nach bisherigen Erkenntnissen überholte ein 79-jähriger Renault-Fahrer, welcher auf der B273 in Richtung Oranienburg unterwegs war, einen vorausfahrenden Linienbus und übersah dabei offenbar zwei entgegenkommende Fahrradfahrer im Alter von 35 und 52 Jahren.
Während der vorausfahrende Radfahrer dem Pkw noch nach rechts ausweichen konnte, kam es zwischen dem Renault und dem 35-jährigen Radfahrer zu einem Frontalzusammenstoß.
Der 35-jährige Mann verstarb trotz eingeleiteter Rettungsmaßnahmen an seinen schweren Verletzungen.
Für die Dauer der Rettungs- und Bergungsmaßnahmen sowie der Unfallaufnahme musste die B 273 für rund fünf Stunden vollständig gesperrt werden.
Quelle: Polizeidirektion Nord
Bildquelle: Symbolbild © Luismisanchez/Shutterstock.com
Polizei.news informiert | Sicher überholen
Überholen: Der Gegenverkehr muss während des gesamten Manövers frei bleiben
Ein Überholvorgang verlangt freie Sicht und ausreichend Platz. Die Straßenverkehrs-Ordnung legt dafür klare Voraussetzungen fest, die auch dem Schutz entgegenkommender Radfahrer dienen.
1. Die gesamte Überholstrecke überblicken
Nach § 5 StVO darf nur überholen, wer übersehen kann, dass während des gesamten Überholvorgangs jede Behinderung des Gegenverkehrs ausgeschlossen ist. Eine nur unmittelbar vor dem Fahrzeug freie Strecke reicht dafür nicht aus.
2. Bei unklarer Verkehrslage warten
Bei unklarer Verkehrslage ist das Überholen unzulässig. Verdeckt ein vorausfahrender Bus oder Lastwagen die Sicht, darf das Manöver erst begonnen werden, wenn die erforderliche Übersicht tatsächlich gegeben ist.
3. Sicher ausscheren und wieder einordnen
Beim Ausscheren darf der nachfolgende Verkehr nicht gefährdet werden. Wer überholt, muss wesentlich schneller als das überholte Fahrzeug fahren und sich so bald wie möglich wieder rechts einordnen, ohne den Überholten zu behindern.
Gut zu wissen: Auch ein einzelnes entgegenkommendes Fahrrad gehört zum Gegenverkehr. Ein Überholmanöver darf nicht darauf angewiesen sein, dass andere Verkehrsteilnehmer ausweichen.
Praktischer Tipp: Verzichten Sie auf das Überholen, sobald Zweifel an Sicht, Gegenverkehr oder ausreichendem Platz zum Wiedereinordnen bestehen. Warten Sie auf eine eindeutig sichere Gelegenheit.
Quelle Infobox: Polizei.news-Redaktion