Feuerwehr mit Böllern und Reizgas angegriffen – eine Einsatzkraft verletzt

(Leverkusen, Nordrhein-Westfalen). Die Halloween-Nacht (31.10.-01.11.2026) verlief für die Einsatzkräfte der Feuerwehr sehr unruhig und zeichnete sich durch ein erhöhtes Einsatzaufkommen aus.

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Das Wichtigste auf einen Blick

  • Ort: Leverkusen, unter anderem Fichtestraße in Steinbüchel und Albert-Schweitzer-Straße.
  • Bilanzzeitraum: 31. Oktober 2026, 07:00 Uhr, bis 1. November 2026, 07:00 Uhr.
  • Feuerwehr: Insgesamt 17 Einsätze, davon 14 mit direktem Zusammenhang zur Halloween-Nacht.
  • Brände: Überwiegend vorsätzlich angezündete Mülltonnen und Müllcontainer.
  • Angriff: Jugendliche beschossen Feuerwehrkräfte mit Feuerwerkskörpern und besprühten sie mit Reizgas. Eine Einsatzkraft erlitt ein leichtes Knalltrauma und kam zur Kontrolle ins Krankenhaus.
  • Wohngebäude: Rauch brennender Mülltonnen zog in Wohnungen. Die Feuerwehr verhinderte ein Übergreifen der Flammen auf das Gebäude.
  • Rettungsdienst: 92 Einsätze im Bilanzzeitraum; insgesamt leicht erhöhtes Einsatzaufkommen.

Feuerwehr

Insgesamt kam es zwischen dem 31.10.2026 07:00 Uhr und dem 01.11.2026 07:00 Uhr zu 17 Einsätzen für die Feuerwehr. Davon standen, insbesondere in der Zeit von 20:00 Uhr bis 17:30 Uhr, 14 Einsätze in direktem Zusammenhang mit den Ereignissen der Halloween-Nacht. Hierbei handelte es sich überwiegend um Brände von vorsätzlich angezündeten Mülltonnen bzw. Müllcontainern.

Bei einem Einsatz in der Fichtestraße in Leverkusen-Steinbüchel wurden Einsatzkräfte der Feuerwehr durch Jugendliche mit Feuerwerkskörpern beschossen und mit Reizgas besprüht. Eine Einsatzkraft der Feuerwehr erlitt dabei ein leichtes Knalltrauma und musste zur Kontrolle ins Krankenhaus gefahren werden.

Bei einem weiteren Einsatz in der Albert-Schweitzer-Straße brannten mehrere große Mülltonnen, die an einer Hausfassade standen. Dabei zog Rauch durch offen-stehende Fenster in die angrenzenden Wohnungen. Die Mülltonnen konnten schnell durch die Feuerwehr abgelöscht werden und ein Übergreifen auf das Wohngebäude verhindert werden. Die betroffenen Wohnungen wurden durch die Feuerwehr kontrolliert und gelüftet. Personen kamen bei diesem Einsatz nicht zu schaden.

Die Einsätze wurden von den Kräften der Berufsfeuerwehr sowie der Freiwilligen Feuerwehr Leverkusen abgearbeitet.

Rettungsdienst

Der Rettungsdienst wurde in der Zeit von 31.10.2026 07:00 Uhr und dem 01.11.2026 07:00 zu 92 Einsätzen gerufen. Der gesamte Einsatztag entsprach einem leicht erhöhten Einsatzaufkommen für den Rettungsdienst.

 

Quelle: Feuerwehr Leverkusen
Bildquelle: Symbolbild © Feuerwehr Leverkusen


Polizei.news informiert | Zivilcourage bei Gewalt

Angriffe auf Einsatzkräfte: So helfen Zeugen sicher

Wer Gewalt beobachtet, kann durch einen schnellen Notruf und genaue Angaben helfen. Der wichtigste Grundsatz der polizeilichen Zivilcourage-Empfehlungen lautet dabei: helfen, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen.

1. Polizei verständigen

Rufen Sie bei einem laufenden Angriff die Polizei unter 110. Nennen Sie den genauen Ort und beschreiben Sie, was geschieht. Teilen Sie insbesondere mit, wenn Feuerwerkskörper oder Reizstoffe eingesetzt werden.

2. Sich nicht selbst gefährden

Halten Sie Abstand zum Angriffsgeschehen. Versuchen Sie nicht, gewalttätige Personen auf eigene Faust zu verfolgen oder festzuhalten. Organisieren Sie stattdessen professionelle Hilfe von einem sicheren Standort aus.

3. Auf Einzelheiten achten

Prägen Sie sich aus sicherer Entfernung Aussehen, Kleidung, auffällige Merkmale und Fluchtrichtung der Beteiligten ein. Stellen Sie sich der Polizei als Zeugin oder Zeuge zur Verfügung.

Gut zu wissen: Zivilcourage erfordert keine körperliche Konfrontation. Hilfe zu organisieren und Beobachtungen weiterzugeben sind wichtige Beiträge.

Praktischer Tipp: Sprechen Sie andere Umstehende gezielt an, wenn Unterstützung nötig ist, beispielsweise: „Sie mit der blauen Jacke, rufen Sie bitte die Polizei.“ Konkrete Aufgaben erleichtern gemeinsames Handeln.


 

Quelle Infobox: Polizei.news-Redaktion