Brandalarm im ICE mit 500 Reisenden – 160 Einsatzkräfte rücken auf offene Strecke aus
(Celle, Niedersachsen). Am 27.08.2026 wurde die Feuerwehr um 18:52 Uhr auf die ICE-Strecke Hannover – Celle alarmiert.
Nach ersten Meldungen sollte es an einem mit ca. 500 Personen besetzten ICE zu einem Brand in der Stromverteilung gekommen sein.
Der Zug war ca. 8 Kilometer vor dem Celler Hauptbahnhof auf offener Strecke zwischen Celle und Großburgwedel im Bereich Dasselsbruch zum Stehen gekommen.
Nachdem nach kurzer Zeit die ersten Einsatzkräfte der Feuerwehr an der Einsatzstelle eintrafen, konnte festgestellt werden, dass die Brandmeldeanlage des Zuges im Bereich der Stromverteilung ausgelöst hatte, allerdings kein Schadenfeuer vorlag.
Der betroffene Bereich wurde eingehend durch die Einsatzkräfte kontrolliert. Hierbei kam unter anderem eine Wärmebildkamera zum Einsatz.
Trotz dieser Feststellung war es aus Sicherheitsgründen nicht möglich, den Zug ohne Weiteres erneut in den regulären Betrieb zu nehmen.
Um eine Evakuierung des ICE auf freier Strecke zu vermeiden, wurden in enger Absprache mit der Deutschen Bahn mehrere Lösungsansätze erörtert.
Während dieser Zeit wurden die Reisenden durch das Zugpersonal und Einsatzkräfte des Rettungsdienstes und der Feuerwehr betreut und durch im Zug befindliches Personal der Bundeswehr mit Getränken versorgt.
Schlussendlich gelang es, die sogenannte Traktionssperre des Zuges zu lösen.
Der Zug wurde anschließend in Begleitung von fachkundigen Einsatzkräften der Feuerwehr langsam bis in den Celler Hauptbahnhof gefahren.
Hier wurden die Reisenden durch das Deutsche Rote Kreuz und den Malteser Hilfsdienst mit Getränken versorgt ehe sie anschließend ihre Fahrt in einem Ersatzzug fortsetzen konnten.
Im Einsatz waren die Ortsfeuerwehren Großmoor, Adelheidsdorf, Nienhagen, Westercelle, CelleHauptwache, die Informations- und Kommunikationseinheit der Ortsfeuerwehr Wathlingen und mehrere Ortsfeuerwehren der Stadtfeuerwehr Burgwedel mit insgesamt ca. 130 Einsatzkräften.
Ebenfalls im Einsatz war der Führungsdienst und der Rettungsdienst des Landkreises Celle, das Deutsche Rote Kreuz, der Malteser Hilfsdienst, das Ordnungsamt der Stadt Burgwedel, das Notfallmanagement der Deutschen Bahn, sowie die Bundes- und Landespolizei mit insgesamt ca. 30 Einsatzkräften.
Der Einsatz konnte für die Feuerwehr um 21: 30 Uhr beendet werden.
Verletzt wurde niemand.
Quelle: Feuerwehr Samtgemeinde Wathlingen
Bildquelle: Dominik Völz, Fachberater Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Freiwillige Feuerwehr der Samtgemeinde Wathlingen