Zehn neue CBRN-Erkundungswagen stärken den Zivil- und Katastrophenschutz

(Schwerin, Mecklenburg-Vorpommern). Mehr Schutz vor chemischen, biologischen, radiologischen und nuklearen Gefahren und Verstärkung für den Zivil- und Katastrophenschutz in Mecklenburg-Vorpommern: Das Land erhält zehn neue CBRN-Erkundungswagen vom Bund.

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Das Wichtigste auf einen Blick

  • Ausstattung: Zehn neue CBRN-Erkundungswagen für Mecklenburg-Vorpommern
  • Finanzierung: Vollständig durch den Bund beschafft und finanziert
  • Aufgabe: Erkundung von Gefahrstofflagen und Unterstützung bei deren Einschätzung
  • Einsatzstandorte: Neubrandenburg, Neustrelitz, Greifswald, Eggesin, Barth, Binz, Zarrentin, Schwerin und Glasin
  • Ausbildung: Ein weiteres Fahrzeug wurde der Landesschule für Brand- und Katastrophenschutz Mecklenburg-Vorpommern zugeordnet
  • Ziel: Modernisierung der ergänzenden Ausstattung für Zivilschutz und Katastrophenschutz

«Der Schutz der Menschen in unserem Land ist das Wichtigste. Wenn unterschiedlichste Gefahrstoffe drohen, zählt jede Minute und es sind schnelle, verlässliche Erkenntnisse erforderlich. Mit den neuen Messfahrzeugen geben wir unseren Einsatzkräften das nötige Werkzeug an die Hand, um Gefahrstoffe zu erkennen und eine Ausbreitung abschätzen zu können», sagt Innenminister Christian Pegel und ergänzt:

«Unsere Einsatzkräfte gehen dorthin, wo andere flüchten. Sie verdienen die bestmögliche Ausstattung, damit sie im Ernstfall schnell und präzise arbeiten können und dabei selbst geschützt bleiben. Mein Dank gilt den vielen Ehrenamtlichen, die für andere einstehen. Sie sind das Herz unseres Hilfeleistungssystems. Ohne ihren Mut und ihr Engagement wäre es nicht so stark.»

Die Fahrzeuge wurden im Laufe des Jahres den bestehenden Einheiten in Neubrandenburg und Neustrelitz (beide Mecklenburgische Seenplatte), Greifswald und Eggesin (beide Vorpommern-Greifswald), Barth und Binz (beide Vorpommern-Rügen), Zarrentin (Ludwigslust-Parchim), Schwerin, Glasin (Nordwestmecklenburg) für den alltäglichen Einsatz, sowie der Landesschule für Brand- und Katastrophenschutz Mecklenburg-Vorpommern für den Ausbildungsbetrieb für alle Standorte zugeordnet.

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe setzt damit die Modernisierung der ergänzenden Ausstattung des Bundes für den Zivilschutz und den Katastrophenschutz der Länder fort. Die Fahrzeuge dienen der CBRN-Erkundung. Sie helfen, Gefahrstoffe sowie biologische, radiologische und nukleare Gefahren schnell zu erkennen und Lagen verlässlich einzuschätzen. Beschafft und finanziert wurden sie vollständig vom Bund.

Weitere Informationen zu den Fahrzeugen finden Sie auf der Internetseite des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe: https://www.bbk.bund.de/DE/Themen/Ergaenzende-Ausstattung/Zivilschutzfahrzeuge/CBRN/cbrn.html?nn=20098#vt-sprg-3

 

Quelle: Ministerium für Inneres und Bau Mecklenburg-Vorpommern
Bildquelle: Ministerium für Inneres und Bau Mecklenburg-Vorpommern


Polizei.news informiert | CBRN-Erkundung

Spüren, messen und melden: So entsteht ein Lagebild

CBRN steht für chemische, biologische, radiologische und nukleare Gefahren. Erkundungseinheiten liefern Informationen, auf deren Grundlage die Einsatzleitung Schutzmaßnahmen planen kann.

1. Chemische und radioaktive Gefahren messen

CBRN-Erkundungswagen verfügen über Technik zum Aufspüren und Messen chemischer Gefahren und radioaktiver Quellen. Die Ergebnisse werden an die Einsatzführung gemeldet.

2. Proben für weitere Untersuchungen nehmen

Die Fahrzeuge führen eine Ausstattung zur CBRN-Probenahme mit. Das ist insbesondere dort wichtig, wo eine weitergehende Analyse erforderlich ist. Ein sicherer Nachweis oder Ausschluss biologischer Stoffe kann eine Untersuchung durch ein qualifiziertes Labor erfordern.

3. Betroffene Bereiche überwachen

Zur Erkundung gehören außerdem die Kennzeichnung und Überwachung kontaminierter Bereiche sowie die Aufnahme von Wetterdaten. Zusammen helfen diese Informationen, die Lage und eine mögliche Ausbreitung einzuschätzen.

Gut zu wissen: Nicht jeder Gefahrstoff lässt sich unmittelbar vor Ort eindeutig bestimmen. Messungen und Probenahmen ergänzen sich deshalb.

Praktischer Tipp: Halten Sie bei einem Gefahrstoffeinsatz Abstand zu abgesperrten Bereichen und beachten Sie die örtlichen Warnungen und Anweisungen der Einsatzkräfte.


 

Quelle Infobox: Polizei.news-Redaktion