Rätselhafter Fund in U-Bahn: Tasche mit 16 Ampullen reagiert positiv auf Cannabis

Essen (Nordrhein-Westfalen). Ein U-Bahn-Fahrer hat am Mittwochabend, 4. November, eine Tasche mit 16 Ampullen gefunden. Ein von Bundespolizisten durchgeführter Drogenschnelltest verlief positiv und erhärtete den Verdacht auf Cannabis.

Die Ampullen enthielten durchsichtige und rosafarbene Flüssigkeiten. Die Bundespolizei beschlagnahmte die schwarze Umhängetasche samt Inhalt. Wem sie gehört, ist bislang unbekannt.

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Das Wichtigste auf einen Blick

  • Fund: Ein Fahrer der U11 entdeckte die Tasche am Haltepunkt „Messe W/S Gruga“.
  • Inhalt: 16 Ampullen mit durchsichtigen und rosafarbenen Flüssigkeiten.
  • Schnelltest: Das positive Ergebnis erhärtete den Verdacht auf Cannabis.
  • Ermittlungen: Die Bundespolizei beschlagnahmte die Tasche samt Inhalt und ermittelt gegen Unbekannt.

Ruhrbahn-Mitarbeiter übergibt Tasche an Bundespolizei

Gegen 17:45 Uhr erschien ein Mitarbeiter der Ruhrbahn GmbH in der Bundespolizeiwache im Essener Hauptbahnhof. Er übergab den Beamten die Tasche, die der Fahrer der U11 etwa eine halbe Stunde zuvor am Haltepunkt „Messe W/S Gruga“ festgestellt hatte.

Bei der Durchsuchung der schwarzen Umhängetasche fanden die Bundespolizisten die 16 Ampullen. Ein anschließend durchgeführter Drogenschnelltest fiel positiv aus. Nach Angaben der Bundespolizei bestätigte sich dadurch der Verdacht, dass es sich um Cannabis handelt.

Der Bahnfahrer konnte keine Angaben zu einem möglichen Besitzer machen. Die Tasche und ihr Inhalt wurden beschlagnahmt. Die Bundespolizei leitete nach eigenen Angaben ein Ermittlungsverfahren wegen eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz gegen Unbekannt ein.

 

Quelle: Bundespolizeidirektion Sankt Augustin
Bildquelle: Bundespolizeidirektion Sankt Augustin


Polizei.news erklärt | Drogenschnelltests
Was ein positiver Schnelltest aussagt – und was nicht

Schnelltests helfen der Polizei, aufgefundene Substanzen zunächst einzuordnen. Sie liefern jedoch keine vollständige Analyse ihrer Zusammensetzung.

Eine kleine Probe wird untersucht

Bei chemischen Drogenschnelltests wird eine Materialprobe mit einem Testreagenz zusammengebracht. Eine Farbreaktion kann auf bestimmte Stoffe hinweisen. Daneben gibt es Tests, die mit spezifischen Antikörpern arbeiten.

Positiv bedeutet keine Aussage zur Konzentration

Ein Schnelltest kann einen Hinweis darauf geben, ob ein bestimmter Stoff enthalten ist. Wie hoch dessen Anteil ist, lässt sich daraus nicht ablesen.

Laboranalysen ermöglichen genauere Aussagen

Für eine genauere Untersuchung können sichergestellte Substanzen in einem forensisch-chemischen Labor analysiert werden. Dort lassen sich unter anderem Wirkstoffgutachten erstellen.

Zum Fund in Essen: Die Bundespolizei nennt ein positives Schnelltestergebnis. Angaben zum verwendeten Testverfahren, zur Wirkstoffkonzentration oder zu einer Laboranalyse liegen in der Mitteilung nicht vor.


 

Quelle Infobox: Polizei.news-Redaktion