Mann stürzt nach mutmaßlichem Stoß ins Gleis

Hamburg-Neugraben (Hamburg). Ein 45-Jähriger soll am Donnerstag, 5. November 2026, gegen 00:28 Uhr einen 55-jährigen Reisenden im S-Bahnhof Neugraben in den Gleisbereich geschubst haben. Zuvor hatte er den Mann nach einer Zigarette gefragt.

Als in der Ferne eine einfahrende S-Bahn sichtbar wurde, soll der Tatverdächtige den Geschädigten auf dessen Bitte wieder aus dem Gleisbereich gezogen haben. Die Bundespolizei ermittelt wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung.

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Das Wichtigste auf einen Blick

  • Tatvorwurf: Ein 45-Jähriger soll einen 55-jährigen Reisenden vom Bahnsteig in den Gleisbereich geschubst haben.
  • Gefahr: Im S-Bahnhof Neugraben herrschte Regelbetrieb. Jederzeit hätte ein Zug auf dem betroffenen Gleis verkehren können.
  • Weiterer Ablauf: Als eine einfahrende S-Bahn sichtbar wurde, soll der Beschuldigte den Mann auf dessen Bitte herausgezogen haben.
  • Geschädigter: Der 55-Jährige kam mit Kopf- und Knieschmerzen in ein Krankenhaus.
  • Ermittlungen: Gegen den Tatverdächtigen läuft ein Strafverfahren wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung.

Mutmaßlicher Stoß nach Frage nach einer Zigarette

Nach dem derzeitigen Ermittlungsstand soll der polnische Tatverdächtige den 55-Jährigen auf dem Bahnsteig nach einer Zigarette gefragt haben. Als der Reisende erklärt haben soll, keine Zigarette mehr zu haben, soll der Beschuldigte ihn geschubst haben. Der Mann stürzte daraufhin in den Gleisbereich.

Dort konnte sich der Geschädigte nach eigenen Angaben selbstständig aufrichten. Als in der Ferne eine einfahrende S-Bahn sichtbar wurde, habe der Tatverdächtige ihn auf seine Bitte aus dem Gleisbereich gezogen.

Videoaufnahmen bestätigen geschilderten Ablauf

Eine aufmerksame Streife der DB Sicherheit meldete der Bundespolizei eine körperliche Auseinandersetzung auf dem Bahnsteig. Eine Streife des Bundespolizeireviers Hamburg-Harburg erreichte umgehend den Einsatzort. Eine Videosichtung bestätigte nach Angaben der Bundespolizei den geschilderten Tatablauf.

Der 55-Jährige klagte über Schmerzen am Kopf und an den Knien. Sichtbare Verletzungen waren vor Ort nicht erkennbar. Ein angeforderter Rettungswagen brachte ihn in ein Krankenhaus. Weitere Angaben zu seinem Gesundheitszustand konnte die Bundespolizei nicht machen.

Beschuldigter nach polizeilichen Maßnahmen entlassen

Der alkoholisierte 45-Jährige wurde gefesselt zum Bundespolizeirevier Hamburg-Harburg gebracht. Zum Tatvorwurf äußerte er sich nicht.

Nach Abschluss der bundespolizeilichen Maßnahmen musste der Tatverdächtige mit einem Platzverweis aus der Wache entlassen werden. Die weiteren Ermittlungen führt der Ermittlungsdienst der Bundespolizeiinspektion Hamburg.

 

Quelle: Bundespolizeiinspektion Hamburg
Bildquelle: Symbolbild © Felix Marx/Felix Marx


Polizei.news informiert | Sicherheit am Bahnsteig
Person im Gleis: Hilfe alarmieren, ohne selbst in Gefahr zu geraten

Gleisanlagen sind lebensgefährlich. Die Bundespolizei rät ausdrücklich, Hilfe zu leisten, ohne sich dabei selbst zu gefährden.

Sofort die Polizei verständigen

Befindet sich eine Person im Gleisbereich, umgehend den Notruf 110 wählen. Den Bahnhof, möglichst das betroffene Gleis und die konkrete Gefahr nennen.

Nicht selbst auf die Gleise steigen

Auch in einer Notlage darf die eigene Sicherheit nicht aus dem Blick geraten. Die Bundespolizei warnt davor, Gleise zu betreten – unabhängig davon, ob sich diese im Bahnhof oder auf freier Strecke befinden.

Abstand zur Bahnsteigkante halten

Die weiße Sicherheitslinie markiert den Abstand zur Bahnsteigkante. Sie sollte erst überschritten werden, wenn der Zug zum Stehen gekommen ist.

Praktischer Tipp: Achten Sie beim Warten auf die Bahnhofs- und Gleisbezeichnung. Diese Angaben helfen, bei einem Notruf den Einsatzort eindeutig zu benennen.


 

Quelle Infobox: Polizei.news-Redaktion