Fünf Cannabisplantagen ausgehoben: Über 2.300 Pflanzen, Waffen und kiloweise Drogen
Saarland/Nordpfälzer Bergland (Saarland/Rheinland-Pfalz). Frankfurter Zollfahnder haben am Dienstag, 3. November 2026, fünf illegale Cannabisplantagen mit insgesamt über 2.300 Pflanzen ausgehoben und acht Tatverdächtige festgenommen.
Bei Durchsuchungen von elf Wohn- und Geschäftsadressen stellten die Einsatzkräfte außerdem erhebliche Mengen weiterer Drogen, mehrere Waffen und rund 22.000 Euro Bargeld sicher. Sieben Beschuldigte befinden sich inzwischen in Untersuchungshaft.
Die Frankfurter Zollfahnder wurden bei den Maßnahmen von Spezialkräften des Zolls und der saarländischen Polizei unterstützt.
Weitere Drogen, Tablettenpresse und Waffen sichergestellt
Bei den Durchsuchungen fanden die Einsatzkräfte neben den über 2.300 Cannabispflanzen unter anderem rund 33 Kilogramm Amphetamin, 11,5 Kilogramm Marihuana und knapp ein Kilogramm Haschisch.
Zudem wurden eine Tablettenpresse nebst rund 1,2 Kilogramm MDMA und 500 Gramm Ecstasy-Tabletten sichergestellt.
Zu den aufgefundenen Waffen gehörten Schreckschuss- und Druckluftwaffen sowie eine weitere, möglicherweise scharfe Schusswaffe. Außerdem stellten die Einsatzkräfte rund 22.000 Euro Bargeld sicher.
Leerstehende Gebäude sollen als Plantagen gedient haben
Das Zollfahndungsamt Frankfurt am Main ermittelt im Auftrag der Staatsanwaltschaft Saarbrücken seit Frühling 2026 gegen eine Gruppe Tatverdächtiger. Es besteht der Verdacht des bandenmäßigen unerlaubten Anbaus von und des unerlaubten Handeltreibens mit Cannabis in nicht geringer Menge.
Die Tatverdächtigen im Alter von 22 bis 54 Jahren sollen leerstehende Gebäude für den Betrieb illegaler Cannabisplantagen genutzt und das Marihuana in der Großregion sowie in Frankreich vertrieben haben.
Gegen einen Beschuldigten besteht nach den Durchsuchungen zudem der Verdacht des bewaffneten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge.
Zollkontrolle bei Pirmasens führte auf die Spur
Ausgangspunkt der Ermittlungen war eine Zollkontrolle im Mai 2026 bei Pirmasens. Dabei wurde ein mutmaßlicher Tatbeteiligter festgenommen, nachdem im Kofferraum seines Autos rund 20 Kilogramm Marihuana festgestellt worden waren.
Die weiteren Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Saarbrücken und des Zollfahndungsamts Frankfurt am Main ergaben, dass französische Strafverfolgungsbehörden ebenfalls gegen die überwiegend albanische mutmaßliche Tätergruppierung ermitteln.
Im Großraum Grand Est wurden zeitgleich zu den Maßnahmen in Deutschland mehrere Durchsuchungsbeschlüsse und 13 Festnahmen vollzogen.
Sieben Beschuldigte in Untersuchungshaft
Die acht in Deutschland festgenommenen Beschuldigten wurden dem Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Saarbrücken vorgeführt. Dieser erließ Untersuchungshaftbefehle gegen sechs albanische, einen deutschen und einen italienischen Staatsangehörigen.
In einem Fall wurde der Haftbefehl gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt. Die übrigen sieben Beschuldigten befinden sich in Untersuchungshaft.
Bei der umfangreichen und aufwändigen Sicherung der Cannabisplantagen unterstützten die Tatortgruppe des Bundeskriminalamtes, das Hauptzollamt Saarbrücken sowie die saarländische und die rheinland-pfälzische Landespolizei die Zollfahnder.
Die Ermittlungen dauern an.
Die Feststellung einer strafrechtlichen Schuld ist allein den Gerichten vorbehalten. Bis zu einer etwaigen rechtskräftigen Verurteilung gelten die Beschuldigten als unschuldig.
Quelle: Staatsanwaltschaft Saarbrücken und Zollfahndungsamt Frankfurt am Main
Bildquelle: Zollfahndungsamt Frankfurt am Main
Quelle Infobox: Polizei.news-Redaktion