Feuer in fünfstöckigem Wohnhaus: Polizei ermittelt wegen schwerer Brandstiftung

(Rostock, Mecklenburg-Vorpommern). Im Rostocker Stadtteil Evershagen kam es am gestrigen Abend in der Willi-Bredel-Str. zu einem Wohnungsbrand.

Gegen 19:50 Uhr wurden Feuerwehr und Polizei auf Grund des von mehreren Personen gemeldeten Brandes zum Ort entsandt. Dort wurde festgestellt, dass eine Wohnung im 1.OG eines fünfstöckigen Mehrfamilienhauses brannte.

Polizei.news | Deutschland | Täglich aktuell

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Ort: Willi-Bredel-Straße in Rostock-Evershagen
  • Zeitpunkt: Alarmierung am 03.11.2026 gegen 19:50 Uhr
  • Brand: Wohnung im ersten Obergeschoss eines fünfstöckigen Mehrfamilienhauses
  • Bewohner: Betroffener Aufgang geräumt und Nachbaraufgang vorsorglich evakuiert; ein Bus stand für den Aufenthalt bereit
  • Folgen: Vier Wohnungen vorerst unbewohnbar; die Wohnungsgesellschaft stellte Alternativen zur Verfügung; niemand verletzt
  • Sachschaden: Geschätzt 150.000 Euro
  • Ermittlungen: Verdacht der schweren Brandstiftung; ein technischer Defekt gilt nach ersten Erkenntnissen als eher unwahrscheinlich

Die Bewohner des betroffenen Aufganges konnten ihre Wohnungen, teilweise mit Unterstützung der Feuerwehr, eigenständig verlassen. In Absprache mit der Feuerwehr wurden die Bewohner des Nachbaraufganges vorsorglich aus ihren Wohnungen evakuiert. Auf Grund der Witterung wurde für Ihren Aufenthalt ein Bus zur Verfügung gestellt.

Durch die Feuerwehr konnte der Brand sehr schnell gelöscht werden. Durch den Brand sind vier Wohnungen bis auf weiteres nicht bewohnbar. Den Bewohnern wurden seitens der Wohnungsgesellschaft Alternativen zur Verfügung gestellt. Alle anderen Bewohner konnten nach ca. 2 Stunden wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Der entstandene Sachschaden wird auf 150.000,-EUR geschätzt, verletzt wurde niemand.

Die Kriminalpolizei kam am Brandort zum Einsatz. Nach ersten Erkenntnissen ist die Entstehung des Feuers durch einen technischen Defekt eher unwahrscheinlich. Daher wurden Ermittlungen wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung aufgenommen. Ob ein Brandursachenermittler zum Einsatz kommt, wird im Laufe des heutigen Tages entschieden.

 

Quelle: Polizeipräsidium Rostock
Bildquelle: Symbolbild © Daniel Purcell/Shutterstock.com


Polizei.news informiert | Verhalten bei Wohnungsbränden

Bei Feuer entscheidet der sichere Fluchtweg

Ob die eigene Wohnung brennt oder Rauch aus einer anderen Wohnung ins Treppenhaus zieht, macht für das richtige Verhalten einen entscheidenden Unterschied.

1. Bei Feuer in der eigenen Wohnung

Warnen Sie andere Personen und verlassen Sie die Wohnung über einen sicheren, rauchfreien Weg. Schließen Sie die Türen hinter sich, ohne sie abzuschließen. Benutzen Sie keinen Aufzug und bringen Sie sich nicht für persönliche Gegenstände in Gefahr.

2. Bei Rauch im Treppenhaus

Brennt es außerhalb Ihrer Wohnung und ist das Treppenhaus verraucht, versuchen Sie nicht, hindurchzulaufen. Halten Sie die Wohnungstür geschlossen, bleiben Sie in einem sicheren, rauchfreien Raum und machen Sie sich an einem Fenster bemerkbar. Rufen Sie die Feuerwehr und befolgen Sie deren Anweisungen.

3. Feuerwehr über 112 alarmieren

Nennen Sie die genaue Adresse, das Stockwerk und Ihren Aufenthaltsort. Teilen Sie mit, ob Personen eingeschlossen sind oder Hilfe benötigen, und warten Sie auf Rückfragen der Leitstelle.

Gut zu wissen: Geschlossene Türen können die Ausbreitung von Rauch begrenzen. Ein verrauchtes Treppenhaus ist kein sicherer Fluchtweg.

Praktischer Tipp: Besprechen Sie mit allen Haushaltsmitgliedern beide Situationen: Feuer in der eigenen Wohnung und Rauch im Treppenhaus. Halten Sie Fluchtwege frei und kennen Sie die genaue Anschrift für den Notruf.


 

Quelle Infobox: Polizei.news-Redaktion