56 statt 40 Tonnen: Polizei stoppt massiv überladenen Holztransporter

Prüm (Rheinland-Pfalz)/Losheim (Nordrhein-Westfalen). Bei gemeinsamen und länderübergreifenden Kontrollen mehrerer Behörden aus Deutschland und Belgien am Dienstagmorgen mit dem Schwerpunkt Maße und Gewichte im Güterverkehr war das Ergebnis ernüchternd und erschreckend.

Fast 80 Prozent der kontrollierten Fahrzeuge wurden wegen der Überschreitung des zulässigen Gesamtgewichtes beanstandet, wobei insbesondere Überladungen von Holztransportern herausstachen.

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Das Wichtigste auf einen Blick

  • Kontrollbilanz: Fast 80 Prozent der überprüften Fahrzeuge überschritten das zulässige Gesamtgewicht.
  • Spitzenreiter: Ein belgischer Langholztransport bei Losheim wog 56 statt der zulässigen 40 Tonnen.
  • Weiterfahrt untersagt: Neun Transporte mussten wegen Überladung stehen bleiben.
  • Weitere Verstöße: Die Behörden stellten unter anderem Handynutzung am Steuer, mangelhafte Ladungssicherung und Verstöße gegen Lenk- und Ruhezeiten fest.

Holztransporter wiegt 56 Tonnen – erlaubt waren 40

Insgesamt neun Mal musste die Weiterfahrt wegen einer Überladung untersagt werden. Die festgestellten Gesamtgewichte lagen zwischen 44 und 56 Tonnen. Demnach betrugen die Überladungen zwischen zehn und 40 Prozent.

Spitzenreiter bei den Kontrollen waren ein belgischer Langholztransport bei Losheim mit 56 Tonnen und ein mit Hühnerdung beladener niederländischer Sattelzug bei Prüm mit 50,5 Tonnen.

Insgesamt wurden sechs Holztransporte, ein mit Dung beladener Sattelzug, ein mit zwei Seecontainern beladener Sattelzug sowie ein mit Milch beladener Sattelzug wegen Überschreitung des zulässigen Gesamtgewichtes beanstandet. Das zulässige Gesamtgewicht lag für alle bei 40 Tonnen.

Bußgeldverfahren gegen Fahrer – auch Unternehmen im Fokus

Gegen die verantwortlichen Fahrer wurde jeweils ein Bußgeldverfahren eingeleitet. Gegen die jeweiligen Unternehmen werden Verfahren angestrebt, wonach der Frachterlös eingezogen werden kann.

Neben den Überladungen wurde noch ein Verkehrsteilnehmer mit einem Handy am Steuer erwischt. Zudem war bei einem Pkw-Gespann die Ladung nicht ordnungsgemäß gesichert.

Außerdem wurden einige Verstöße gegen die Lenk- und Ruhezeiten festgestellt. Entsprechende Ordnungswidrigkeitenanzeigen und Kontrollberichte werden auch hier vorgelegt.

Im Einsatz befanden sich Beamte der Police Zone Eifel aus Belgien, des Verkehrskommissariats Euskirchen, des Bundesamts für Logistik und Mobilität Mainz sowie der Schwerlastkontrollgruppe des Polizeipräsidiums Trier.

 

Quelle: Polizeipräsidium Trier
Bildquelle: Polizeipräsidium Trier


Polizei.news erklärt | Die Überladungen in Zahlen
56 Tonnen bedeuten 16 Tonnen zu viel

Für die neun beanstandeten Transporte nennt die Polizei jeweils ein zulässiges Gesamtgewicht von 40 Tonnen. Daraus ergeben sich folgende Überschreitungen:

Langholztransport: 40 Prozent über dem Limit

56 Tonnen tatsächliches Gesamtgewicht minus 40 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht ergeben 16 Tonnen Überladung. Das entspricht 40 Prozent des erlaubten Gesamtgewichtes.

Hühnerdung-Transport: 10,5 Tonnen zu schwer

Der bei Prüm kontrollierte Sattelzug wog 50,5 Tonnen. Damit lag er um 10,5 Tonnen beziehungsweise 26,25 Prozent über dem angegebenen Limit.

Gut zu wissen: Die genannten 44 bis 56 Tonnen sind die gemessenen Gesamtgewichte der Transporte. Die zusätzliche Masse oberhalb der erlaubten 40 Tonnen betrug vier bis 16 Tonnen.

Zur Einordnung: Die Quote von fast 80 Prozent bezieht sich auf die bei diesem Einsatz kontrollierten Fahrzeuge. Sie ist keine Aussage über sämtliche Fahrzeuge im Güterverkehr.


 

Quelle Infobox: Polizei.news-Redaktion