Wochenendhaus im Wald brennt vollständig nieder – rund 70 Einsatzkräfte vor Ort

(Hassendorf, Niedersachsen). In der Nacht von Sonntag auf Montag wurden die Feuerwehren Hassendorf, Sottrum, Hellwege und Rotenburg zu einem Wohnhausbrand nach Hassendorf alarmiert.

Im Wochenendgebiet Vor der Wümme war ein Wochenendhaus in Brand geraten und brannte vollständig nieder.

Polizei.news | Deutschland | Täglich aktuell
Das Wichtigste auf einen Blick

  • Brandort: Wochenendgebiet Vor der Wümme in Hassendorf
  • Brand: Ein Wochenendhaus mitten im Wald brannte vollständig nieder
  • Bewohner: Alle konnten das Haus selbstständig verlassen und kamen bei Verwandten unter
  • Herausforderung: Löschwasser musste unter anderem mit Tanklöschfahrzeugen im Pendelverkehr herangebracht werden
  • Geschützt: Die Feuerwehr verhinderte ein Übergreifen auf ein Carport mit Pkw sowie auf umliegende Bäume und Büsche
  • Einsatzbilanz: Rund 70 Einsatzkräfte mit zwölf Fahrzeugen; niemand wurde verletzt

Wasserversorgung im Wald stellt Feuerwehr vor Herausforderungen

Das Gebäude befand sich mitten in einem Waldgebiet, wodurch sich die Wasserversorgung zunächst als besondere Herausforderung darstellte. Die Bewohner konnten das Haus selbstständig verlassen, sodass die Einsatzkräfte unmittelbar mit der Brandbekämpfung beginnen konnten.

Der Einsatzleiter ließ umgehend den Schlauchwagen aus Taaken nachalarmieren, um die Wasserversorgung sicherzustellen. Auch die ebenfalls alarmierte Drehleiter aus Rotenburg konnte aufgrund der örtlichen Gegebenheiten nicht in Stellung gebracht werden und wurde daher zeitnah wieder aus dem Einsatz entlassen.


Das Haus während der Löscharbeiten

Das abgebrannte Haus

Feuerwehr verhindert Übergreifen auf Carport und Vegetation

Die Brandbekämpfung erfolgte über mehrere C-Strahlrohre. Insgesamt sechs Atemschutztrupps waren unter schwerem Atemschutz im Einsatz. Die Tanklöschfahrzeuge fuhren im Pendelverkehr Löschwasser an die Einsatzstelle.

Parallel dazu wurden die zuständigen Energieversorger für Gas, Wasser und Strom zur Einsatzstelle gerufen. Ein Übergreifen der Flammen auf das angrenzende Carport samt darin befindlichem Pkw konnte durch das schnelle Eingreifen der Einsatzkräfte verhindert werden. Auch die umliegenden Bäume und Büsche konnten vor den Flammen geschützt werden.

Rund 70 Einsatzkräfte vor Ort – niemand verletzt

Neben den Feuerwehren waren die Einsatzleitgruppe und die Hygienekomponente der Samtgemeinde Sottrum, der stellvertretende Gemeindebrandmeister, der stellvertretende Abschnittsleiter, der Rettungsdienst Sottrum, der SEG-Rettungsdienst sowie die Polizei vor Ort.

Die Nachbarn wurden in der ersten Einsatzphase durch den Rettungsdienst betreut. Die betroffenen Bewohner kamen bei Verwandten unter. Glücklicherweise wurde bei dem Einsatz niemand verletzt. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Insgesamt waren zwölf Fahrzeuge und rund 70 Einsatzkräfte vor Ort.

 

Quelle: Freiwillige Feuerwehren der Samtgemeinde Sottrum
Bildquelle: Freiwillige Feuerwehren der Samtgemeinde Sottrum


Polizei.news erklärt | Löschwasserversorgung
Wie kommt Löschwasser an abgelegene Einsatzstellen?

Steht an einer Brandstelle nicht ausreichend Löschwasser zur Verfügung, muss die Feuerwehr eine zusätzliche Versorgung organisieren. Dafür kommen beispielsweise pendelnde Tanklöschfahrzeuge oder lange Schlauchleitungen infrage.

1. Tanklöschfahrzeuge als Wassertransporter

Beim Pendelverkehr fahren Fahrzeuge abwechselnd zwischen einer Wasserentnahmestelle und dem Einsatzort. Nach der Wasserabgabe werden ihre Tanks erneut gefüllt.

2. Entfernung und Wasserbedarf bestimmen den Aufwand

Wie viele Fahrzeuge benötigt werden, hängt unter anderem von der Fahrstrecke und der benötigten Wassermenge ab. Auch Befüllung und Wasserabgabe müssen aufeinander abgestimmt sein.

3. Schlauchleitungen als weitere Möglichkeit

Über längere Schlauchstrecken kann Wasser von einer entfernten Entnahmestelle bis zum Brandort gefördert werden. Je nach Strecke und Höhenunterschied sind zusätzliche Pumpen erforderlich.

Gut zu wissen: Ein Pendelverkehr benötigt eine organisierte Fahrstrecke mit ausreichenden Ausweich- oder Wendemöglichkeiten.

Praktischer Tipp: Halten Sie Zufahrten und Ausweichstellen für die Einsatzfahrzeuge frei. Gerade auf schmalen Wegen können abgestellte Fahrzeuge den Wassernachschub behindern.


 

Quelle Infobox: Polizei.news-Redaktion