(Mühlhausen, Thüringen). Am Samstagabend traf ein 40-jähriger Spaziergänger gegen 22.10 Uhr in der Mühlhäuser Innenstadt auf eine Gruppe Jugendlicher, als er gerade mit seinem Hund eine kleine Gassirunde gehen wollte.
Aus der Gruppe flog plötzlich ein Böller, der detonierte.
Polizei.news | Deutschland | Täglich aktuell
Das Wichtigste auf einen Blick
- Ort: Mühlhäuser Innenstadt
- Zeitpunkt: Samstagabend, gegen 22.10 Uhr
- Vorfall: Nach einem Böllerwurf und einem Streit setzte ein etwa 18-Jähriger Pfefferspray gegen einen Hundebesitzer ein
- Verletzter: 40-jähriger Mann mit Hautreizungen durch das Pfefferspray
- Flucht: Täter und Begleiter liefen den Steinweg herunter in Richtung Kreuzgraben
- Fahndung: Mehrere Streifen konnten keine Tatbeteiligten mehr antreffen
- Ermittlungen: Gefährliche Körperverletzung; die Polizei sucht Zeugen
Zwischen Hundebesitzer und einem ca. 18 Jährigen kam es zu einer verbalen Auseindersetzung. Der Jugendliche zückte unvermittelt aus seiner Jacke ein Pfefferspray und setzte dieses auch ein. Der 40-jährige konnte dem Sprühstoß ausweichen.
Der Täter und seine Begleiter flüchteten zu Fuß den Steinweg herunter in Richtung Kreuzgraben. Trotz schnellem Einsatzes mehrerer Streifen der PI Unstrut-Hainich konnten keine Tatbeteiligten mehr angetroffen werden.
Der Geschädigte wurde leicht verletzt und erlitt durch das Pfefferspray Hautreizungen.
Zeugenaufruf
Der Täter soll laut Beschreibung ca. 18 Jahre alt sein, ungefähr 170cm groß, schlanke Statur, kurze Haare. Zur Tatzeit trug er eine helle braune Jacke. Die Polizei sucht Zeugen der Tat, die insbesondere auch Hinweise zum Täter geben können. Die PI Unstrut-Hainich führt ein Ermittlunsgverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung, Aktenzeichen: 0279256/2026.
Quelle: Landespolizeiinspektion Nordhausen
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Polizei.news informiert | Sicherheit im öffentlichen Raum
Bedrohliche Begegnung: Abstand schaffen und Hilfe holen
Wenn eine Begegnung auf der Straße bedrohlich wird, steht die eigene Sicherheit an erster Stelle. Auch Zeugen können helfen, ohne sich selbst einer Gefahr auszusetzen.
1. Distanz herstellen
Halten Sie Abstand zu aggressiv auftretenden Personen und verlassen Sie die Situation möglichst frühzeitig. Suchen Sie nach Möglichkeit einen belebten Ort auf, an dem andere Menschen helfen können.
2. Umstehende gezielt ansprechen
Bitten Sie einzelne Personen direkt um Unterstützung. Eine konkrete Aufforderung wie „Sie mit der blauen Jacke, bitte rufen Sie die Polizei!“ macht deutlich, welche Hilfe benötigt wird. Bei einer akuten Bedrohung wählen Sie den Polizeinotruf 110.
3. Als Zeuge aufmerksam beobachten
Helfen Sie, ohne sich selbst zu gefährden. Achten Sie aus sicherer Entfernung auf Kleidung, besondere Merkmale und die Fluchtrichtung. Stellen Sie Ihre Beobachtungen anschließend der Polizei zur Verfügung.
Gut zu wissen: Hilfe zu leisten bedeutet nicht, körperlich einzugreifen. Die Polizei zu verständigen, weitere Helfer anzusprechen und sich um Betroffene zu kümmern, sind wichtige Formen der Zivilcourage.
Praktischer Tipp: Notieren Sie nach einem beobachteten Übergriff möglichst zeitnah Ort, Uhrzeit, Personenmerkmale und den Ablauf. Trennen Sie dabei eigene Beobachtungen von Vermutungen.
Quelle Infobox: Polizei.news-Redaktion