Arztpraxis verraucht: Unbekannte sollen Feuerwerkskörper in Schiebetür gesteckt haben

(Herdecke, Nordrhein-Westfalen). Die Feuerwehr wurde am Halloweenabend gegen 19:12 Uhr zu einem Brandereignis mit dem Stichwort «Feuer 0» zum Westender Weg alarmiert.

Polizei.news | Deutschland | Täglich aktuell

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Ort: Arztpraxis am Westender Weg in Herdecke.
  • Alarmierung: Am Halloweenabend gegen 19:12 Uhr.
  • Verdacht: Unbekannte hatten vermutlich einen Feuerwerkskörper zwischen die Schiebetür der Praxis gesteckt.
  • Lage: Der komplette Vorraum und Teile der Praxis waren verraucht. Feuer oder Brandnester wurden nicht festgestellt.
  • Maßnahmen: Kontrolle unter schwerem Atemschutz, Entrauchung mit einem Hochleistungslüfter und abschließende Messungen mit negativen Ergebnissen.
  • Abschluss: Übergabe an die Praxisinhaberin nach rund 30 Minuten. Die Polizei ermittelt.

Beim Eintreffen des Einsatzführungsdienstes war die Polizei bereits vor Ort und teilte mit, dass Unbekannte vermutlich einen Feuerwerkskörper zwischen die Schiebetür der Arztpraxis gesteckt hatten. Der komplette Vorraum und Teile der Praxis waren verraucht.


(c) Pressestelle Feuerwehr Herdecke

Ein Trupp unter schwerem Atemschutz ging in die Praxis vor und kontrollierte die Räume. Da weder Feuer noch Brandnester festgestellt werden konnten, wurde die Praxis mit einem Hochleistungslüfter entraucht. Abschließend führte die Feuerwehr noch Messungen durch, die alle negativ verliefen.

Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Die Feuerwehr übergab die Einsatzstelle nach rund 30 Minuten an die anwesende Praxisinhaberin.

 

Quelle: Feuerwehr Herdecke
Bildquelle: Feuerwehr Herdecke


Polizei.news informiert | Rauch in Innenräumen

Verrauchte Räume nicht auf eigene Faust kontrollieren

Wer Rauch in einem Gebäude bemerkt, sollte sich nicht selbst auf die Suche nach der Ursache machen. Auch ohne sichtbare Flammen kann eine gefährliche Situation bestehen.

1. Draußen bleiben und Hilfe rufen

Betreten Sie keine verrauchten Räume. Rufen Sie von einem sicheren Standort aus die Feuerwehr unter 112 und nennen Sie die genaue Adresse sowie den betroffenen Gebäudebereich.

2. Nur rauchfreie Fluchtwege nutzen

Wenn Sie sich im Gebäude befinden, verlassen Sie den Gefahrenbereich über einen sicheren, rauchfreien Weg. Flüchten Sie niemals durch verrauchte Räume oder Treppenhäuser. Schließen Sie beim Verlassen Türen hinter sich, sofern das gefahrlos möglich ist.

3. Freigabe durch die Einsatzkräfte abwarten

Kehren Sie nicht eigenständig in betroffene Räume zurück. Befolgen Sie die Anweisungen der Feuerwehr und warten Sie, bis die zuständigen Einsatzkräfte den Bereich wieder freigegeben haben.

Gut zu wissen: Bei einem Brand können sich giftige Gase bilden. Schon wenige Atemzüge Brandrauch können lebensgefährlich sein.

Praktischer Tipp: Teilen Sie der Leitstelle mit, ob sich möglicherweise noch Menschen im Gebäude befinden. Betreten Sie verrauchte Bereiche nicht selbst, um nach ihnen zu suchen.


 

Quelle Infobox: Polizei.news-Redaktion