Intimfotos als Druckmittel: Mann (20) verliert rund 5.000 Euro an Erpresser

(Landkreis Bautzen, Sachsen). In der vergangenen Woche wurde ein Mann aus dem Landkreis Bautzen mit der Veröffentlichung von Intimfotos erpresst.

Der 20-Jährige lernte vermeintlich eine Frau in den sozialen Medien kennen. Nachdem er seiner Internetbekanntschaft sensible Fotos geschickt hatte, erhielt er eine Zusammenstellung der Sammlung und wurde genötigt, Apple-Giftcards zu kaufen.

Die Erpresser hinter der Masche drohten damit, die Aufnahmen zu veröffentlichen. Trotz der Leistung kamen weitere finanzielle Forderungen und er erstattete Anzeige bei der Polizei. Der finanzielle Schaden betrug circa 5.000 Euro. Seither ermittelt die Kriminalpolizei.

Die Polizei warnt

Gehen Sie mit Ihren persönlichen Daten sensibel um. Ist Ihnen das Gegenüber nicht physisch bekannt, sollten Sie nach Möglichkeit gar keine personenbezogenen Daten preisgeben. Prüfen Sie Ihre Privatsphäre-Einstellungen. Sie sind in der Regel nicht zufällig angeschrieben worden, sondern aufgrund Ihres Webauftrittes und der Preisgabe Ihrer Daten.

Sind Sie bereits Opfer geworden, wird Folgendes geraten:

  • Kein Geld überweisen!
    • Die Zahlung stoppt die Täter nicht. Da die Daten noch immer im Bestand der Erpresser liegen. Die Zahlung signalisiert den Kriminellen nur, dass Sie kooperationswillig und liquide sind.
  • Beenden Sie sofort die Kommunikation und blockieren Sie den Kontakt.
  • Sichern Sie die Beweise
    • Löschen Sie nicht den Chatverlauf und erstellen Sie möglichst Screenshots von der Erpressernachricht, dem Profil des Täters und der Bankverbindung oder dem Zahlungslink, falls übermittelt
  • Informieren Sie die Plattform
  • Erstatten Sie umgehend Anzeige bei der Polizei

 

Quelle: Polizeidirektion Görlitz
Bildquelle: Symbolbild Polizei.news-Redaktion / KI-generiert mit OpenAI