Polizistin bei Hilfeleistung schwer verletzt: Angreifer stößt sie mit Gesicht gegen Gitter
(Bremen, Bremen). Die Polizei Bremen begleitete am Samstag wieder den traditionellen Freimarktsumzug mit starken Einsatzkräften.
Die Polizistinnen und Polizisten sorgten für Sicherheit entlang der Streckenführung sowie für die erforderlichen Verkehrsmaßnahmen. Eine Polizeianwärterin wurde bei einem tätlichen Angriff schwer verletzt. Sie war nicht mehr dienstfähig und musste in ein Krankenhaus gebracht werden.
Der Freimarktsumzug verlief mit etwa 3900 Teilnehmenden weitestgehend ohne größere Störungen. Im Vorfeld musste das Ordnungsamt jedoch knapp 70 falsch abgestellte Fahrzeuge abschleppen, um die Umzugsstrecke vollständig freizuhalten. Der Umzug startete um 6.30 Uhr in der Gastfeldstraße und erreichte den Breitenweg gegen 14 Uhr. Nach Veranstaltungsende wurde der Bereich sukzessive wieder geöffnet. Die Reinigungsarbeiten waren gegen 15 Uhr abgeschlossen.
Polizeistudentin bei Hilfeleistung schwer verletzt
In der Obernstraße kam es während des Umzugs zu einem tätlichen Angriff auf eine Polizeistudentin, als diese einem zu Boden gestürzten Mann helfen wollte. Der stark betrunkene 45-Jährige war beim Verlassen eines Festwagens gestolpert und hingefallen. Als die junge Polizistin zur Hilfe eilte und sich über ihn beugte, wurde sie von einem 43 Jahre alten Begleiter des Mannes angegriffen und umgestoßen. Dabei schlug sie mit dem Gesicht auf ein Absperrgitter und zog sich schwere Verletzungen zu. Sie musste nach einer Erstversorgung durch Rettungskräfte in eine Klinik gebracht werden.
Duo nach kurzer Flucht gefasst
Nach kurzer Flucht wurde das Duo in der Langenstraße gefasst. Bei der Festnahme bedrohten und beleidigten die aggressiven Männer die Einsatzkräfte und leisteten Widerstand. Sie wurden aufs Revier gebracht. Erste Alkoholteste ergaben jeweils Werte von 1,4 Promille bei dem 43-Jährigen und 2,7 Promille bei dem 45-Jährigen. Es wurden angeordnete Blutentnahmen durchgeführt und entsprechende Ermittlungen gegen sie eingeleitet.
Quelle: Polizei Bremen
Bildquelle: Symbolbild © filmfoto/iStock.com