Mit 2,29 Promille im Linienbus: Mann (33) leistet Widerstand gegen Bundespolizei
(Görlitz, Sachsen). Am Samstagabend, dem 17.10.2026, gegen 19:25 Uhr, passierte ein Linienbus die Einreise an der Stadtbrücke Görlitz.
Dabei bemerkten die Einsatzkräfte eine Person, die im hinteren Teil des Busses mit einem Taschentuch vor dem Gesicht saß und zunächst den Eindruck erweckte, sich in einer hilflosen Lage zu befinden.
Die Beamten sprachen daraufhin den 33-jährigen Görlitzer an und fragten, ob er Hilfe benötige. Statt einer sachlichen Reaktion reagierte der Mann jedoch sofort aggressiv. Es folgten lautstarke Vorwürfe und Beschimpfungen, die auch nach der Aufforderung, den Ausweis auszuhändigen, nicht abebbten. Der Betroffene teilte vielmehr mit, dass er keinerlei Ausweispapiere vorzeigen werde.
Trotz mehrfacher Versuche der Beamten, die Folgen seines Verhaltens zu erläutern, steigerte sich die Situation weiter. Nachdem die verbalen Angriffe in Beleidigungen übergingen, wurde die Gewahrsamnahme ausgesprochen und der Mann sollte aus dem Bus verbracht werden. Dies gelang im Anschluss nur unter Anwendung von Zwang und unter Hinzuziehung weiterer Einsatzkräfte, da sich der Mann erheblich wehrte, sich festhielt und sich wiederholt zu Boden fallen ließ.
Nachdem der Bus seine Fahrt fortsetzen konnte, wurde zur medizinischen Begutachtung ein Rettungswagen angefordert. Die Sanitäter stellten weder einen außergewöhnlichen Zustand noch Verletzungen fest. Der anschließend durchgeführte Atemalkoholtest ergab jedoch einen Wert von 2,29 Promille.
Die Beamten leiteten ein Strafverfahren wegen Beleidigung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte ein. Bei einer Durchsuchung wurde schließlich auch der Ausweis des bislang nicht polizeibekannten Mannes aufgefunden.
Die Hintergründe des Verhaltes sind Bestandteil späterer Ermittlungen.
Nach Abschluss der strafprozessualen Maßnahmen wurde der Mann vor Ort entlassen und konnte einreisen.
Quelle: Bundespolizeiinspektion Ludwigsdorf
Bildquelle: Symbolbild Bundespolizeiinspektion Ludwigsdorf