Festgeld-Falle: Senioren verlieren bei mutmaßlichem Betrug fast 330.000 Euro

(Landkreise Vorpommern-Rügen und Vorpommern-Greifswald, Mecklenburg-Vorpommern). In den Landkreisen Vorpommern-Rügen und Vorpommern-Greifswald sind mehrere Menschen mutmaßlich Opfer von Anlagebetrügern geworden.

In beiden Fällen wollten die Betroffenen ihr Geld vermeintlich sicher anlegen. Insgesamt entstand ein Schaden von knapp 330.000 Euro.

Knapp 300.000 Euro in vermeintliche Geldanlagen investiert

Im Landkreis Vorpommern-Rügen suchte ein 82-jähriger Mann nach einer Möglichkeit, sein Geld gewinnbringend anzulegen. Daraufhin wurde er von einer vermeintlichen Kapitalanlagefirma kontaktiert, die sich auf die Vermittlung von Festgeld- und Tagesgeldanlagen spezialisiert haben soll. Zunächst legte der Mann einen kleineren Betrag an. In der Folge wurden ihm weitere Anlagemöglichkeiten mit vermeintlich attraktiven Zinsen von bis zu fünf Prozent in Aussicht gestellt. Dabei sollte es sich um Festgeld- beziehungsweise Tagesgeldanlagen handeln.

Im Vertrauen auf die Angebote investierten schließlich sowohl der 82-Jährige als auch seine Ehefrau weitere Geldbeträge. Als das Ehepaar den Verdacht schöpfte, dass es sich um einen Betrug handeln könnte, waren bereits knapp 300.000 Euro investiert.

Auszahlung einer Festgeldanlage bleibt aus

Auch im Landkreis Vorpommern-Greifswald wurde ein mutmaßlicher Anlagebetrug angezeigt. Eine 73-jährige Frau teilte der Polizei mit, dass sie vor etwa einem Jahr 30.000 Euro in eine vermeintliche Festgeldanlage investiert hatte. Die Anbieter erweckten dabei den Eindruck, es mit einem seriösen Vermittler für Geldanlagen zu tun zu haben.

Nachdem die vereinbarte Anlagezeit abgelaufen war, wollte die Frau über ihr Geld verfügen. Eine Auszahlung erfolgte jedoch nicht. Stattdessen wurde sie offenbar aufgefordert, weiteres Geld zu zahlen. Daraufhin wurde die 73-Jährige misstrauisch und überprüfte das Angebot über die tatsächliche Internetplattform. Dabei stellte sich heraus, dass kein entsprechender Vertrag vorlag. Die Frau erstattete daraufhin Anzeige wegen des Verdachts des Betrugs.

Polizei warnt vor betrügerischen Anlageangeboten

Die Polizei rät, Geldanlagen vor einem Vertragsabschluss sorgfältig zu prüfen. Informieren Sie sich über das Unternehmen und überprüfen Sie, ob es tatsächlich existiert und zur Vermittlung der angebotenen Finanzprodukte berechtigt ist. Nutzen Sie dafür unabhängige Quellen und die offiziellen Kontaktwege des jeweiligen Anbieters. Verlassen Sie sich nicht allein auf professionell gestaltete Internetseiten, vermeintlich gute Bewertungen oder den Namen bekannter Unternehmen. Auch Angebote mit vergleichsweise moderaten Zinsen können betrügerisch sein.

Seien Sie besonders vorsichtig, wenn Sie unaufgefordert kontaktiert werden oder eine Auszahlung plötzlich von weiteren Zahlungen abhängig gemacht wird. Überweisen Sie in solchen Fällen kein weiteres Geld, bevor Sie das Angebot unabhängig überprüft haben. Holen Sie im Zweifel eine zweite Meinung ein und erstatten Sie bei einem Betrugsverdacht Anzeige bei der Polizei.

 

Quelle: Polizeipräsidium Neubrandenburg
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